Um den seit über 140 Jahren bestehenden Schienenweg zwischen Essen-Kupferdreh und Haus Scheppen in Schuss zu halten, müssen regelmäßig Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Die Hauptarbeit ist dabei das Ersetzen von schadhaften und in die Jahre gekommenen Schwellen. So wurden in den letzten Jahren zahllose Schwellen hinter der Bergehalde und am Bahnsteig bei Haus Scheppen durch die Hespertalbahn ersetzt und anschließend das Gleis mühevoll von Hand gestopft.
Da diese Arbeiten nun abgeschlossen sind, entschieden sich die Museumseisenbahner, für das Bahnsteiggleis mit seienr Ein-/Ausfahrtskurve in Haus Scheppen und die gut 450 m Gleis hinter der Bergehalde eine Stopfmaschine kommen zulassen.
Die ersten Anzeichen für diese Maßnahme bahnten sich im April an, als mehrere Lkw-Ladungen Gleisschotter geliefert und mit Hilfe des vereinseigenen Zweiwegebaggers in einen Selbstendladewagen geladen wurden. Anschließend wurde der Schotter an den zu stopfenden Gleisbereich verteilt.
Am Abend des 30.05.2023 erreichten dann eine Gleis- und Weichenstopfmaschine Plasser & Theurer Unimat 09-4×4/4S und eine Schotterverteil- und Planiermaschine Plasser & Theurer SSP 110 SW die Gleise der Hespertalbahn.
Am Folgetag gegen 18 Uhr, dem 31.05.2023, machte sich dann die V2 der Hespertalbahn mit dem Selbstendladewagen, gefüllt mit Gleisschotter, gefolgt von der Gleis- und Weichenstopfmaschine und der Schotterverteil- und Planiermaschine auf dem Weg zum Endhaltepunkt der Museumsstrecke bei Haus Scheppen.
Als erstes wurde das durch die Hespertalbahn vorbereitete Bahnsteiggleis samt Ein-/Ausfahrtkurve bearbeitet. Hierzu wurden Maße genommen und gekennzeichnet und anschließend mit der Stopfmaschine das Gleis gerichtet.
Abschließend füllten die Museumsbahner noch Gleisschotter nach, bevor die Schotterverteil- und Planiermaschine ihren finalen Dienst tat.
Danach wurde das gut 450 m lange Gleis hinter der Bergehalde der ehemaligen Zeche Pörtingssiepen in Bearbeitung genommen – messen, kennzeichnen, stopfen, Schotter nachfüllen, verteilen und planieren. Gegen 22:30 Uhr war dann die Arbeit getan.