Restaurierung der Diesellok V2 Drucken

Aktuell arbeiten wir an der Restaurierung der Diesellok V2. Hierbei handelt es sich um eine kleine Rangierlokomotive des Herstellers Gmeinder aus dem Baujahr 1937, die sich seit 1976 im Besitz des Vereins befindet.

Die Aufarbeitung wurde bereits vor einigen Jahren begonnen, die Fortführung der Arbeiten aber immer wieder wegen anderer, wichtiger Projekte zurückgestellt.

Bild der Lok V2 aus dem Jahr 2002

Die Lokomotive V2 im Jahre 2002

Stand von August 2019 | Aktuell steht die Lok wieder auf den eigenen Achsen, nachdem diese auf Beschädigungen und Risse geprüft, sowie die Lager instand gesetzt wurden. Das Führerhaus war bei einer Fremdfirma zum Sandstrahlen und wurde provisorisch auf den Fahrzeugrahmen aufgesetzt.

Sandgestrahltes Führerhaus

Das demontierte Führerhaus nach dem Sandstrahlen

Foto: Wolfgang Meinert

Die umfangreichen Blecharbeiten an dem Führerhaus sind schon sehr weit fortgeschritten. Insgesamt mussten am Führerhaus und dem Motorvorbau zehn große Bleche ersetzt werden. Originalgetrue werden die neuen Bleche dabei angenietet - ein sehr aufwändiges und zeitraubendes Verfahren. Zurzeit wird an dem achten Blech gearbeitet.

Die Lok mit aufgesetztem Führerhaus und Vorbau

Der neu lackierte Fahrzeugrahmen mit aufgesetztem Führerhaus und Vorbau

Frisch lackierte Haubenteile

Frisch lackierte Haubenteile für den Vorbau

Fotos: Thomas Kiehne

An dem Motor wurden alle Nebenaggregate demontiert und die vier Zylinderköpfe abgebaut. Eine vollständige Zerlegung war nicht erforderlich, da nennenswerter Verschleiß an den Kolben und den Zylinderlaufbahnen nicht ersichtlich war. Inzwischen sind die Zylinderköpfe und die Ventile einschließlich Kipphebeln wieder montiert und die Ventile eingestellt. Der Motor mit allen Nebenaggregaten wurde neu lackiert. Das Getriebe der Lokomotive wurde lediglich zu einer Sichtung geöffnet, weitere Arbeiten sind nicht erforderlich.

Motor

Der frisch überholte Motor.

Foto: Jan Hermann

Der Motor wurde am 31. Januar 2020 eingebaut. Dies erfolgte im Beisein des Regionalleiters der Sparda-Bank West, die das Projekt finanziell unterstützt, und von Vertretern der regionalen Presse sowie Radio Essen.

Es müssen nun noch am Motor die Nebenaggregate montiert werden, wie zum Beispiel Lichtmaschine und Anlasser. Außerdem muss die Elektrik der gesamten Lokomotive erneuert bzw. neu gebaut werden. Dann wird es spannend und zum ersten Mal seit vielen Jahren kann der Anlasser betätigt werden.

Einbau des Motors in die Lokomotive

Der Motor wird in den Fahrzeugrahmen eingesetzt.

Foto: Detlef Nickel

 

 

Daten der Lok:

Gmeinder, Fabriknummer 2009, Baujahr 1937

Neu geliefert an DRG Nr. Kö 0281, 1949 an DB Nr. Kö 0281, 1968 umgezeichnet in 311 281-0, ausgemustert am 01.11.1975, 1976 an Hespertalbahn Nr. V2

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 09. Juli 2020 um 15:33 Uhr