| 24.02.2014 - Läutewerk kehrt an alten Einsatzort zurück |
|
| Aktivitäten | |||||
| Montag, den 24. Februar 2014 um 00:00 Uhr | |||||
|
Ein Originalteil kehrt zur Ursprungslok zurueck Unverhofft kommt oft: Im Februar erhielt der Vereinsvorstand per E-Mail die Nachricht eines Sammlers, der Eigentuemer eines Dampflaeutewerkes geworden war, welches urspruenglich zur Ausruestung der Dampflok "POeRTINGSSIEPEN VII" gehoerte. Besagter Sammler, der ungenannt bleiben moechte, bot unserem Verein das historisch wertvolle Originalteil als Geschenk an. Der Vereinsvorstand zoegerte nicht lange und nahm dieses freundliche Angebot dankend an.
Laeutewerke gehoerten frueher zur Ausruestung der Dampflokomotiven, die Strecken bzw. Anschlussbahnen befuhren, auf denen unbeschrankte Bahnuebergaenge zu passieren waren. Die Strassenverkehrsteilnehmer werden an derartigen hoehengleichen Kreuzungen von Strassen und Eisenbahnen durch hoerbare Signale der Eisenbahnfahrzeuge vor dem Herannahen eines Zuges gewarnt. Ein am Bahnuebergang 2 der Museumsbahnstrecke unweit der "Moosbachkurve" aufgestelltes Warnschild gibt uebrigen bis heute Zeugnis davon, dass die Dampflokomotiven auf der Anschlussbahn zur Zeche Poertingssiepen frueher mit derartigen Laeutewerken ausgestattet waren.
Das Originalteil der ehemaligen Zechenlok, die weiterhin ihrer Aufarbeitung harrt, wurde nach einem Patent der Fa. Latowski in Breslau (heute Wroclaw, Republik Polen) gebaut. Um das Latowski-Laeutewerk zu betaetigen, muss das Lokpersonal ein Dampf-Absperrventil auf dem Fuehrerstand oeffnen. Durch den Dampf wird ueber einen Schieber der Kloeppel des Laeutewerks angehoben, worauf der Dampf entweichen kann, so dass der Kloeppel zurueckschlaegt. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das Absperrventil auf dem Fuehrerstand wieder geschlossen wird. Das Laeutewerk ist bis zur Aufarbeitung der Dampflok POeRTINGSSIEPEN VII vorerst im Materiallager des Vereins eingelagert.
|