17.12.2005 - Überführungsfahrt zum Bw Ge-Bismarck Drucken E-Mail
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Samstag, den 17. Dezember 2005 um 00:00 Uhr

Historische Fahrzeuge werden wettergeschuetzt untergestellt

Ein langgehegter Plan derr Hespertalbahn wurde am 17.12.2005 endlich in die Tat umgesetzt. Der alte Originalpersonenwagen der Hespertalbahn "Poertingssiepenwagen No.4" und der Gueterzug-Gepaeckwagen Pwghs041 wurden nach Gelsenkirchen-Bismarck ueberfuehrt. Hier wurden sie wettergeschuetzt untergestellt und sollen wiederaufgebaut werden. Der "Poertingssiepenwagen No.4" benoetigt u. a. eine Erneuerung des hoelzernen Aufbaus.

Zusaetzlich wurde auch der Personenwagen 7139.06 (Oesterreicher) aus dem aktuellen HTB-Museumszug ueberfuehrt. Er soll in Gelsenkirchen-Bismarck einen neuen Anstrich erhalten.
Als Lokomotive stand die V664, eine V60 der Mittelweserbahn (MWB) zur Verfuegung.

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Der Zug vor Abfahrt im Bahnhof "Zementfabrik" der Hespertalbahn
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Das obere Bild zeigt den zusammengestellten Ueberfuehrungszug im Bahnhof "Zementfabrik" der Hespertalbahn. Rechts neben der V60 ist zum Teil die hellblaue Diesellok vom Typ Henschel DH 360 Ca der HTB zu erkennen. Die Henschel DH 360 Ca ist 1961 unter Fabriknummer 30321 in Kassel gebaut worden und seit dem 2. Dezember 2004 im Besitz der HTB.

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Der Zug vor der Abfahrt am Bahnsteig der Hespertalbahn in Kupferdreh
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Nachdem der Ueberfuehrungszug im Bahnhof Zementfabrik zusammengestellt und zum Bahnsteig der Hespertalbahn am alten "Koeniglich Preussischen Bahnhof" zu Kupferdreh geschoben worden war, setzte sich der Zug wie folgt zusammen:

Diesellokomotive Typ V60 der MWB (Bild)

Nummer: - V664
Typ: - V60
Achsfolgr: - Cdh
Spurweite: - 1435mm, DB-Normalspur
Hersteller: -> Krupp
Baujahr: - 1960
Fabriknummer: - 4031
Leistung: -> 478kW
Bemerkung/Herkunft: - => DB V60 608
- - => 1968 DB 260 608-5
- -> => 01.10.87 DB 360 608-4
- - + 09.12.02 Ausmusterung
- - => 08.03 Mittelweserbahn (MWB) V664
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Gueterzug-Gepaeckwagen (Bild)

Waggonfabrik AG in Rastatt,
Bauart Pwghs041,
Baujahr 1943,
vormals Deutsche Bundesbahn,
seit 1975 bei der Hespertalbahn
Gueterzug-Gepaeckwagen zum Transport von Stueck-guetern und Personal in Gueterzuegen. Bis 1975 bei der Deutschen Bundesbahn im Einsatz, seither bei der Hesper-talbahn. Fuer Instandsetzungsarbeiten z.Zt. angestellt.
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Personenwagen Poetingssiepenwagen No.4 (Bild)
(Originalfahrzeug der Hespertalbahn)

Kuenstler & Co,
Baujahr 1905,
vormals Dampfbahnfreunde Kahlgrund e.V.,
von 1927 bis 1973 Werksbahn der Zeche Poertingssiepen (Hespertalbahn)
Urspruenglich fuer die Preussische Staatseisenbahn gebaut. 1927 fuer den werksinternen Personenverkehr der Zeche Poetingssiepen uebernommen und bis 1973 auf der Hespertalbahn im Einsatz. Nach Erneuerung des hoelzernen Aufbaus wird der Wagen fuer den Museums-zug der Hespertalbahn wieder in Betrieb genommen.
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Personenwagen 7139.06 (Oesterreicher) (Bild)

Simmering,
Bauart B2i,
Baujahr 1916,
vormals Historische Eisenbahn Birkenfeld,
vormals Oesterreichische Bundesbahn (OeBB)
1916 fuer die Oesterreichische Staatseisenbahn gebaut. In den 50er Jahren mit einem neuen Wagenkasten modernisiert und bis Anfang der 80er Jahre im Einsatz in regulaeren Personenzuegen. Seit 1988 bei der Hespertalbahn.
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Trasse der S9 Richtung Bhf Kupferdreh hinter Anschlussweiche der Hespertalbahn
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Das obere Bild zeigt einen kleinen Teil der Strecke ueber die der Ueberfuehrungszug nach der Freigabe rollen wird. Es ist ein Teil der alten "Prinz-Wilhelm-Eisenbahn" (heute S9). Der Standpunkt ist hinter der Anschlussweiche zu den Gleisen der Hespertalbahn mit Blick in Richtung Velbert-Langenberg, kurz vor dem Bhf Kupferdreh.
Das nachfolgende Bild zeigt die Anschlussweiche der Hespertalbahn in Kupferdreh. Der Standpunkt ist am Ende des HTB-Bahnsteig am alten Bahnhof in Kupferdreh mit Blick Richtung Ueberruhr. Die Weiche ist das einzige Verbindungsglied der Museumseisenbahn zur grossƒƒƒŸen Eisenbahnwelt.

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Anschlussweiche der Hespertalbahn zur Trasse der S9
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Die Fahrt verlief relativ unspektakulaer. Nachdem der Ueberfuehrungszug die Freigabe bekommen hatte, setzte er sichb ueber die Trasse der S9 (alte "Prinz-Wilhelm-Eisenbahn") in Richtung Velbert-Langenberg in Bewegung.

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Lokumlauf in Velbert-Langenberg
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

In Velbert-Langenberg musste ein Lokumlauf durchgefuehrt werden, um wieder Richtung Essen zu kommen.

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Lokumlauf in Velbert-Langenberg
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Nachdem der Zug in Velbert-Langenberg Kopf gemacht hatte, fuhr der Zug bei winterlichem Schneetreiben ueber Essen, Abstellanlage "Waldhausen", Essen-Kray-Nord bis Wanne-Eikel.
Durch einen puren Zufall entstanden die folgenden drei Bilder. Sie zeigen den Ueberfuehrungszug bei der Durchfahrt durch den Essener Hbf. Die Bilder wurden vom ueberraschten Bildautor mit seinem Foto-Handy vom Bahnsteig und aus dem fahrenden Zug aufgenommen.

(Fuer eine groessere Darstellung das jeweilige Bild anklicken)

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Der Ueberfuehrungszug passiert den Essener Hbf.
Fotos und Quelle: Dr. Ulrich Kordes 17.12.2005

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Auf dem Wege nach Gelsenkirchen-Bismarck bei winterlichem Schneegestoeber
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

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Auf dem Wege nach Gelsenkirchen-Bismarck bei winterlichem Schneegestoeber
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Um zum Ringlokschuppen nach Gelsenkirchen-Bismarck zu kommen, musste in Wanne-Eikel noch ein Lokumlauf durchgefuehrt werden. Nachdem erneut Kopf gemacht wurde, ging es dann direkt zum Ringlokschuppen nach Gelsenkirchen-Bismarck.

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Das Stellwerk "Wst" in Wanne-Eickel bei dichtem Schneefall
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

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Lokumlauf in Wanne-Eikel
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Als der Ueberfuehrungszug am Ringlokschuppen in Gelsenkirchen-Bismarck angekommen war, wurde umgehend rangiert.

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Ankunft am Lokschuppen in Gelsenkirchen-Bismarck
Foto und Quelle: Markus Jaeger 17.12.2005

Nachdem die Wagen abgekuppelt, rangiert und im Ringlokschuppen untergebracht waren, verabschiedete sich die V 60 der MWB und fuhr anschliessŸend noch weiter bis Bocholt.

Wolfgang Meinert

 

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